Amphibienschutzzaun im Bereich Ems-Vechte-Kanal/ Nordhorn-Range

Fotos: Wilfried Jürges, Armin Siemerimg, Silvio Stöckert

 

Wenn die Nächte im Frühjahr milder werden – ab etwa 5 ° Celsius - erwachen die Amphibien aus ihrer Kältestarre. Vor allem Kröten, aber auch andere Frösche und Molche begeben sich dann auf die Wanderschaft von ihrem Winterquartier zum Laichgewässer. Tausende von Tieren ziehen dann gleichzeitig los. Die Amphibien sind vor allem in den Abendstunden und nachts unterwegs und wandern querbeet durch Wälder, Wiesen, Wohngebiete und über Verkehrswege.

 

Der Straßenverkehr stellt dabei für die reisenden Tiere die größte Gefahr dar, viele von ihnen werden überfahren. Die Erdkröte ist davon im besonders hohen Maße betroffen. Die Gründe hierfür liegen in ihrem weiten Aktionsradius. – Erdkröten legen trotz ihrer langsamen Fortbewegung Strecken von bis zu fünf Kilometern zurück.

 

Amphibienschutzzäune retten Leben

Im Jahr 2013 wurde der NABU erstmals auf die Krötenwanderung mit jährlich über Hundert toten Amphibien auf der Zufahrtsstraße zum Luft-Boden-Schießplatz Nordhorn-Range entlang des Ems-Vechte-Kanals hingewiesen. Damit sich dieses nicht wiederholt, wurde bereits 2014 und 2015 ein provisorischer Amphibienschutzzaun aufgestellt.

 

Amphibienschutzzäune werden am Straßenrand aufgebaut. Sie verhindern, dass die Tiere auf die Straße hüpfen und führen sie zu Eimern, welche in regelmäßigen Abständen entlang des Zaunes in den Boden eingegraben sind. In diese Eimer plumpsen die Tiere hinein und werden dann von freiwilligen Helfern auf die andere Straßenseite gebracht, so dass die Tiere dort ihre Wanderschaft fortsetzen können. Zusätzlich werden die Autofahrer durch Verkehrsschilder auf die Amphibienwanderung hingewiesen, damit sie langsamer und vorsichtiger fahren.

 

Am Ems-Vechte-Kanal haben sich der NABU (Kreisgruppe Grafschaft Bentheim), der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Gemeinde Wietmarschen, die Stadt Nordhorn und die Luft- / Bodenschießplatzkommandantur Nordhorn zusammengetan.

Da der bisherige provisorische Zaun im Jahr 2015 einem Sturm zum Opfer gefallen ist, haben Landkreis, Gemeinde Wietmarschen und Stadt Nordhorn einen neuen Zaun finanziert. Gemeinde und Stadt sorgen außerdem für die Verkehrsschilder. Die Jugendgruppe des NABU kümmert sich um den Aufbau des Zaunes. Der NABU koordiniert zudem die Arbeitseinsätze zur Betreuung des Amphibienschutzzaunes. Dabei wird der NABU aktiv durch Soldaten  de Luft-/ Boden-schießkommandantur unterstützt.

 

Weitere Information zur Amphibienwanderung: hier

 

Tipps zum Artenschutz zum praktischen und sofortigen Umsetzen

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Mehr zum Projekt

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Eine Anmeldung ist erforderlich: Leender van der Weert - Tel.:05925 998808

oder per E-Mail: leendertvdw@gmail.com

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Weitere Informationen zur NAJU Arbeit siehe hier

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Im Rahmen der Naturschutzwochen 2017 haben Kinder und Eltern ein Insektenhotel  in der NABU Station Weiße Riete in Schüttorf hergestellt.

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