Artenschwund durch Spritzmittel

Pestizidstudie des NABU belegt Gefährdung für Vögel und Säugetiere

Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft rauben Vögeln und Säugetieren die Nahrungsgrundlage und tragen so zum Artenschwund bei. Zu diesem Ergebnis kommt eine im April 2014 veröffentlichte Studie des NABU im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA).

weitere Informationen siehe hier

Glyposat ist nicht krebserregend

Unter dieser Überschrift verbirgt sich ein am 21. Febr.2018 veröffentlichtes Interview mit dem Präsidenten des Bundesinstituts für Risikoforschung, Herrn Andreas Hensel.

Außerdem prognostiziert er, dass es nicht automatisch mehr Insekten geben wird und die Biodiversität nicht zunehmen wird, nur weil Glyhosat verboten wird.

 

Diese Aussage ist sehr verwunderlich und stellt alle anderslautenden wissenschaftlichen Untersuchungen als unwahr dar. Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation WHO haben das Mittel im Juli 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft

 

Der NABU teilt diese Auffassung des Bundesinstitus nicht:

Solange die Risiken von Glyphosat auf Mensch und Natur nicht einwandfrei widerlegt sind, muss unbedingt das Vorsorgeprinzip gelten. Für eine Neuzulassung von Glyphosat fehlt nach wie vor die Grundlage, da der vorliegende Bericht des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR) zahlreiche Defizite und Lücken aufweist. Bis zur Klärung der offenen Fragen muss die Zulassung daher auf jeden Fall ausgesetzt werden. Zudem muss die Bundesregierung die Anwendungsbestimmungen für Glyphosat möglichst rasch verschärfen, um die Aufwandmengen deutlich zu reduzieren. Hierzu gehört auch ein Verbot von Glyphosat im Haus- und Kleingartenbereich, da das Risiko von Fehlanwendungen dort besonders groß ist.“

Besuch des Ökohofes Hüseman in Hesepe

Termin: Samstag, 23. Juni 2018 15.00 bis ca. 17.00 Uhr

Die nachfolgenden Bilder und Erläuertungen zeigen den Besuch 2015.

„Es ist uns auch ein Anliegen, ein Stück Schöpfung zu bewahren.“

Diese abschließenden Worte von Elke Hüseman fassten sicherlich treffend die Eindrücke und Gedanken zusammen, mit denen viele der zahlreichen Besucher nach einem erlebnisreichen und beeindruckenden Nachmittag den Nachhauseweg antraten.

Groß und Klein, Alt und Jung waren der Einladung des NABU Grafschaft Bentheim gefolgt um sich vor Ort ein Bild über das Schaffen des Ökohofes Hüseman in Hesepe zu machen. Über vierzig Besucher zeugten von dem großen Interesse, das das Thema „Öko-Landbau“ auslöste.

„Boden, Pflanze, Tier und Umwelt als Gesamtsystem, das über Jahre Bestand hat, den Einsatz von hoffremden Betriebsmitteln minimiert und nachhaltig ist.“ Dieses Ziel der ökologischen Landwirtschaft erklärte Everhard Hüseman an den verschiedenen Bereichen des Hofes:

-        die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit durch wechselnde Fruchtfolge

-        Verzicht auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln

-        artgerechte Tierhaltung

-        keine gentechnisch veränderten Futtermittel.

Neben den ausführliche Informationen durch Everhard Hüseman zum Konzept seines Hofes und Antworten auf viele Fragen, gab es „Bio hautnah“ für die vielen Besucher beim Rundgang über den Hof und die Felder und beim Blick in die Ställe:

Die kleinen Kälbchen, das jüngste gerade mal 5 Tage alt, Klee als Stickstoffsammler und Bodenverbesserer, das Dinkelfeld mit Kornblumen und Kamille.

Ein besonderes Vergnügen für die Kinder war die kleine Kartoffelernte. Schnell lernten sie die Bedeutung der Mutterkartoffel kennen, ohne die es keine Tochterkartoffeln gibt. Auch wenn es eine Herausforderung war, eine möglichst große Kartoffelbeute zu ergattern, die Mutterkartoffel wurde verschont.

Ab in den Hühnerstall. Die Diskussion um das Für und Wider von gestutzten Schnäbeln kann Everhard Hüseman nicht nachvollziehen. In der ökologischen Landwirtschaft ist das Schnäbelkürzen schon lange ein Tabu. Die Kinder freuten sich über die fleißigen Hühner und trugen stolz Paletten mit Eiern in den Bioladen, der zum Hof gehört.

Hier im Hofladen (Öffnungszeiten: dienstags + freitags 10.00 bis 13.00 und 15.00 bis 18.30 Uhr) und auf dem Wochenmarkt in Nordhorn (mittwochs und samstags 7.00 bis 12.00 Uhr) bringt Elke Hüseman die hochwertigen Produkte, die mit viel Handarbeit und aufwändig verarbeitet sind, regelmäßig dienstags und  freitags an den Mann. Ergänzt wird das Sortiment durch die Produkte anderer Biobauern, z.B. Wurst vom Bentheimer Schwein und einem umfangreichen Naturkostsortiment.

Elke und Everhard Hüseman überzeugten die Besucher mit ihrem Konzept und ihrer Begeisterung. Da verwundert es nicht, wenn man sie im Internet besucht und auf diese Internetadresse trifft:

www.bio-mit-gesicht.de - (bmg-Nr. 0353431)

 

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aktuelle Termine

Sa. 28. April, 15 - 16.30 Uhr

Der Isterberg heute und vor hundert Jahren. Naturkundliche Exkursion in Zusammenarbeit mit dem Landkreis anlässlich der Aus- stellung historischer Landschafts- fotos von Dr. Hermann Reichling im Kreisarchiv. Leitung: Dr. Klaus Kaplan ( 05922 2683 ) Treff: Parkplatz am Aussichtsturm Isterberg

Naturschutzjugend

Seit März 2018 gibt es wieder eine neue Kindergruppe in Nordhorn.

Die Kinder treffen sich regelmäßig im Tierpark Nordhorn. Sie werden von Leendert van der Weert betreut. Die geplanten Aktionen und Unterrichtsstunden sind auf Kinder im Alter von 10 bis ca. 15 Jahre ausgerichtet.

Eine Anmeldung ist erforderlich: Leender van der Weert - Tel.:05925 998808

oder per E-Mail: leendertvdw@gmail.com

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Weitere Informationen zur NAJU Arbeit siehe hier

Kinder und Eltern bauen ein Insektenhotel

Im Rahmen der Naturschutzwochen 2017 haben Kinder und Eltern ein Insektenhotel  in der NABU Station Weiße Riete in Schüttorf hergestellt.

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